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Guy Engels
Pizzicato, October 2014

Fuge, Doppelfuge, Gegenfuge, Kanon, Umkehrung—J.S. Bach hat mit seinen 14 Fugen und 4 Kanons die Barockmusik zu ihrem absoluten Höhepunkt geführt, zu einem Gipfel, der für jeden Pianisten und jeden Cembalisten eine absolute Herausforderung ist. Die chinesische Pianistin Zhu Xiao-Mei hat sich lange Zeit gelassen, bevor sie sich an das Werk wagte, mit dem sie sich eigenen Aussagen zufolge während fünf Jahren intensiv auseinandersetzte. Die Kunst bei der ‘Kunst der Fuge’ besteht ja darin, bei der ebenso klaren wie komplizierten Struktur, die Musik nicht aus den Augen zu verlieren und auch bei einem starken musikalischen Engagement das Gesamtgebilde nicht zu vernachlässigen.

Zhu Xiao-Mei gelingt nicht nur eine nahezu perfekte Verbindung von Form und Klang, sie bringt eine Poesie in dieses formenstrenge Werk, wie wir sie bis dato noch nicht erlebt haben. Trotz aller thematischer und kontrapunktischer Verästelungen ist das Grundmaterial stets klar und deutlich zu erkennen. Die Statik des Gebildes bleibt ungefährdet. In diesem Rahmen bewahrt sich die Pianistin einen größtmöglichen Spielraum, um ihr sensibles, feinfühliges Spiel zu entfalten. Es ist eine Musik, die ganz in sich ruht. « Die Kunst der Fuge eröffnet eine Welt, in der die Zeit nicht mehr existiert“, sagt Zhu Xiao-Mei—eine Welt, in die wir ihr ohne zu zögern folgen. © 2014 Pizzicato





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