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Album Reviews



 
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Astrid Belschner
kulturradio vom rbb, March 2016

Abschied des Chorleiters

Hans-Christoph Rademann war 8 Jahre lang Chefdirigent beim Rias-Kammerchor und hat den Chor sehr geprägt. Unzählige hochprofessionelle Aufführungen und Produktionen hat er verantwortet, er hat das Klangbild des Chores stark geprägt, er hat sehr interessante Programme zusammengestellt—er war ein wichtiger Chorleiter für den Rias-Kammerchor.

Überzeugende Aufnahme!

Es ist eine hervorragende CD geworden. Alles ist ausgewogen und miteinander abgestimmt—die Solisten treten als ausgewogenes Quartett in Erscheinung, bei dem jeder seine Rolle ausfüllt. Das Orchester spielt inspiriert und temperamentvoll. Man spürt förmlich den Pulsschlag! © 2016 Kulturradio



Dr. Ingobert Waltenberger
Online Merker, March 2016

Eines der schönsten Oratorien nach alttestamentarischen Texten im Spannungsfeld zwischen der Tradition eines Händel und Haydn und den (musikalischen) Einflüssen des jungen Wagner erfährt in der neu vorgelegten live-Aufnahme aus dem Konzerthaus Berlin 2015 eine beispielhafte und wohl auch beispiellose Interpretation. Unterstützt von einem exzellenten, bestens deklamierenden und homogenen Solistenquartett (Marlis Peterson, Lioba Braun, Maximilian Schmitt, ThomasOliemans) sorgen der RIAS Kammerchor als wohl bester seiner Zunft in Deutschland und die vorzügliche Akademie für Alte Musik Berlin für eine imposante, im Ausdruck glühende elementare Wiedergabe des Mendelssohn‘schen Meisterwerks. Hans-Christoph Rademann erweckt mit opernhafter Geste wahre Klangbilder von Dürre und Sturzfluten, lässt den Hörer eintauchen in die Geschichte eines „Propheten in der Krise“ (Zitat Roman Hinke). Um mit den Worten Mendelssohns zu sprechen: Elias soll ein Prophet sein, „wie wir ihn heute brauchen könnten, stark, eifrig und wohl bös und zornig und finster, im Gegensatz zum Hofgesindel, und fast zur ganzen Welt im Gegensatz, und doch getragen wie von Engelsflügeln.“ Eine den damaligen Zeitläuften geschuldete Notation des Komponisten, der in jahrelangem Ringen eine Partitur schuf, die nichts weniger ist als die fruchtbarste Allianz zwischen jüdischer und christlicher Kultur auf dem Gebiet der Musik. Eine explizit dramatische biblische Geschichte einer Selbstfindung, überaus lebendig und anschaulich-beredt mit Chören, die in der Weiterfindung harmonischer Kühnheit basierend auf barocken Formen einzigartige Klangerlebnisse zeitigen. Uraufgeführt wurde der Elias in Birmingham 1846 mit einer gewaltigen Besetzung von 271 Chorsängern und 125 Orchestermusikern unter der Stabführung des Komponisten.

Wie beeindruckend das gewesen sein muss, kann man sich beim Anhören der vorliegenden Aufnahme gut vorstellen. Gesungen wurde damals allerdings in englischer Sprache. Wer sich für einen in englischer Sprache gesungenen Elias interessiert, dem sei die EMI/Warner Aufnahme unter Frühbeck de Burgos mit der jungen Gwyneth Jones, Janet Baker, Nicolai Gedda und Fischer-Dieskau empfohlen.

Die vorliegende Aufnahme ist auch klangtechnisch auf der Höhe der Zeit, insgesamt ein Album, das man am liebsten in Schleife hören möchte. Eine klare Empfehlung! © 2016 Der Neue Merker





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