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Norbert Tischer
Pizzicato, November 2019

Anton Bruckner vollendete sein Requiem in d-Moll im Jahr 1849. Es ist sein erstes bedeutendes geistliches Werk und wurde als Trauerfeier für einen verstorbenen väterlichen Freund und Förderer, Franz Seiler uraufgeführt. Lukasz Borowicz benutzt für seine Aufnahme die neue, von Benjamin-Gunnar Cohrs herausgegebene Urtext-Ausgabe.

Die Musikwissenschaft hat auf Parallelen zwischen Bruckners Requiem und jenem von Mozart hingewiesen, aber Bruckners Requiem hat sich nie gegen die übrigen Totenmessen der Literatur durchsetzen können.

Lukasz Borowicz unterstreicht mit einem leichten, federnden Klang ohne Pathos die Nähe zu Mozart, vermeidet aber gleichzeitig jede Süße und jede Beschönigung. So erhält die Komposition eine angenehme Frische. Die Interpretation zeichnet sich auch durch eine große Ausgewogenheit aus, mit einer vorbildlichen Balance zwischen Solostimmen, Chor und Orchester.

Der zweite Teil des Programms ist als Abfolge kleiner Trauermusiken konzipiert, die Bruckner zum Gedenken an Freunde komponierte. Vier davon sind Ersteinspielungen. © 2019 Pizzicato





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