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Album Reviews



 
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Alain Steffen
Pizzicato, December 2015

Es ist immer wieder schön zu sehen, wie sich im doch sehr emsigen Musikbetrieb der Klassik einige junge Künstler oder Ensembles besonders hervorheben und ihren eigenen Weg finden. Das Signum Quartett gehört für mich schon seit einigen Jahren zu den besten Vertretern seiner Zunft. Ein tolles Programm, hervorragende Interpretationen und eine brillante Spieltechnik zeichnen auch das neue Album ‘alla czeca’ aus.

Die ‘Fünf Stücke’ von Schulhoff wurden von Tänzen inspiriert und werden vom Signum Quartett mit der nötigen Portion Schwung und Augenzwinkern interpretiert. Klanglich beeindruckt ihr Spiel vor allema durch Resonanzstärke und eine sehr räumliche Dynamik, die die Instrumente quasi in einem 3D-Klang erscheinen lässt.

Von dieser Dynamik und diesem sehr räumlichen Klang profitiert auch die Wenzel-Meditation von Suk, dessen Choralcharakter eine fantastische Tiefe besitzt.

Dialogfreudig und differenziert kommt anschließend das G-Dur Quartett von Dvorak daher, das in Sachen Kommunikationsfreudigkeit und Innenspannung einen wahren Glücksfall darstellt.

‘alla czeca’ ist eine aufregende CD mit drei sehr engagierten und ernsthaft ausgearbeiteten Interpretationen und einem ebenso spritzig wie nuanciert aufspielenden Signum Quartett.

Für eine physische CD ist das Programm vielleicht etwas kurz, aber im Zeitalter des Download ist die Programmlänge eigentlich kein Kriterium mehr. Also: zulangen, wie auch immer. © 2015 Pizzicato




Eckhard Weber
Concerti, November 2015

Schneidende Akzente, laszive musikantische Phrasen, ein fahles Pianissimo mit dramatischer Dynamikaufwallung, zweiter Anlauf dann im süffigen Walzerrhythmus … Schon der lapidare erste Satz Alla Valse viennese nimmt für sich ein, macht Lust, tiefer in diese Musik einzusteigen: Fünf Stücke für Streichquartett des tschechischen Avantgardisten Erwin Schulhoff, 1942 im KZ Wülzburg in Bayern umgekommen, zu finden auf der neuen CD des Signum Quartett. Im vierten Stück Alla Tango milonga spüren die Musiker mikrotonalen Enfärbungen nach, die unter die Haut gehen. Das Signum Quartett testet die Extreme aus, risikofreudig und eigenwillig. Das ist bei der zu Beginn des Ersten Weltkriegs komponierten Meditation von Josef Suk nicht anders. Und auch bei Suks Schwiegervater Antonín Dvořák werden unter der scheinbaren Idylle die tieferen Schichten verfolgt. Streichquartett als existenzielle Aussprache, hier ist nichts banal. © 2015 Concerti





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