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Dr. Ingobert Waltenberger
Online Merker, March 2016

„Dans ces spectacles, dans les jeux, ce n‘est point cet éclat pompeux, qui toujours nous attire; Sous ce pretexte, dans ces lieux, l‘amour prend soin de nous conduire, pour y voir quelque objet qui nous plaist encor mieux.“

Stets aufs neue verblüffend, wir harmonisch sich barocke Musik, deren Vitalität, tänzerische Rhythmen, überbordende Lebenslust sich mit den Farben orientalischer Instrumente und Traditionen mischen. So erleben wir auch auf der jüngsten CD des formidablen Pera Ensembles (Leitung Mehmet C. Yesilcay) und des Ensembles l‘arte del mondo (Leitung Werner Ehrhardt) eine dem Carneval gewidmete Auswahl an reinen Instrzmental und Vokalkompositionen von Lully, Campra, Cesti, Sartortio, Allegri, Uccellini, Monteverdi, Vivaldi und Händel, die mit den wundersamen Klängen so exotisch klingender Instrumente wie Kemence, Kanun, Ney aber auch Theorbe, Zink, Viola da Gamba und allerlei Perkussionsinstrumenten auf das Lebendigste aufgemischt sind.

Das Projekt Carnaval holt sich seine Inspiration aus dem Pot der Menschen, die im alten Pera Viertel in Istanbul in einem multikulturellen Universum lebten: Osmanen, Venezianer, Franzosen, Polen und Schweden sollen prunkvollste Feste zur Karnevalszeit gefeiert haben, die selbst der Heimatstadt des Karnevals Venedig zur Ehre gereicht hätten. Eine edle Mischung an musikalischen Welten traf sich hier im 16. und 17. Jahrhundert. Und so geben schon die Passacaille aus Lullys Oper Armidesowie die Premier Air aus der Ballett Oper Carnaval de Venise von Campra Stimmung, Schwung und Kadenz der CD vor.

Aus dieser Oper stammen auch Ausschnitte, die von der italienischen Sopranistin Francesca Lombardi Mazzuli und vom deutschen Mezzo Charlotte Quad in feuriger Passion höchst musikantisch vorgetragen werden. Als Freundinnen Isabelle und Leonore brüsten sie sich mit den Vorzügen ihrer Liebhaber, nur um feststellen zu müssen, das beide den selben Kavalier Léandre lieben… Blöd gelaufen. Klar dass eine Rachearie der beiden folgt. Die Ernüchterung in der Arie „Alma mia“ aus der Oper L‘Argia des Antonio Cesti ist ebenso affektiver Teil und Folge der Ausgelassenheit wie die stolze Hybris in der Arie der Cleopatra „Quando voglio“. „Wenn ich will, kann ich Alles und die Männer liegen mir zu Füssen.“ In einem Dialog der Kulturen gesellen sich Cembalo und die türkische Trapezzither Kanun zu einem höchst vergnüglichen Tanz „Canario“ von Lorenzo Allegri. Auch die türkische Rohrflöte Ney (bekannt aus der Sufimusik) kann in einer Improvisation eine Brücke zwischen Orient zum Okzident schlagen. Eine prächtige „Follia“ (nach Arcangelo Corelli und Antonio Vivaldi) leitet über zu angenehmen Träumen eines Kusses im „Intorno all‘idol mio“ aus Cestis Oper Orontea. Das Schlussduett aus Händels Oper Radamisto „Se teco vive il cor“ bildet einen würdigen Abschluss der CD „Wenn mit Dir lebt mein Herz“, eine musikalische Verschmelzung der Welten. Neben dem großen Genuss an dieser Musik kann man nebstbei trefflich darüber nachdenken, was wir davon lernen können, wenn wir wollten und es besser verstünden. In Zeiten, wie wir sie gerade erleben, ein lohnendes Unterfangen. © 2016 Der Neue Merker



Remy Franck
Pizzicato, March 2016

Musik zum Thema ‘Carneval Oriental’, Werke von Lully, Campra, Cesti:, Sartorio, Uccellini, Monteverdi, Corelli, Scarlatti und Händel spielen und singen Solisten um das ‘Pera Ensemble’ und ‘L’Arte del mondo’ auf einer CD von Capriccio. Eine gelungene Hommage an den Karneval, mit kräftigen orientalischen Farben (Capriccio C 5263). © 2016 Pizzicato





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