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ouverture - Das Klassik-Blog, April 2016

Nach den Cellokonzerten von Andrea Zani (1696 bis 1757) hat Martin Rummel nun, gemeinsam mit der Geigerin Lena Neudauer, Divertimenti des Komponisten aus dem Archivschlaf erweckt. Es wird vermutet, dass auch diese Stücke für Rudolf Franz Erwein, Graf von Schönborn (1677 bis 1754), entstanden sind.

Der cellospielende Diplomat hat auf Schloss Wiesentheid bei Würzburg eine Musikaliensammlung zusammengetragen, in der in den letzten Jahren schon so manches beeindruckende Musikstück entdeckt worden ist.

Über Zanis Lebensgeschichte ist fast nichts bekannt; die wenigen gesicherten Fakten wurden hier im Blog bereits bei der Vorstellung der Cellokonzerte aufgezählt. Hört man seine Divertimenti, geschaffen für eine Minimalbesetzung aus Violine und Violoncello, dann staunt man allerdings über die Melodik, die so gar nichts Barockes hat. Dabei sind diese Duos 1734 entstanden—im gleichen Jahr, in dem beispielsweise Johann Sebastian Bach sein Weihnachtsoratorium in Leipzig erstmals aufgeführt hat. Zanis Musik steht der Klassik wesentlich näher.

Allerdings sind die Divertimenti längst nicht so spektakulär wie die Konzerte, die der Geiger geschrieben hat. Sie stellen die Virtuosität nicht so in den Vordergrund, und lassen viel Raum für Dialoge der Instrumente. Das ist allerbeste Hausmusik, auf einem sehr hohem Niveau—und die beiden Musiker erkunden diese Klangräume mit Genuss. Lena Neudauer und Martin Rummel harmonieren wunderbar bei der Entdeckung dieser lang verschütteten Schätze. © 2016 ouverture - Das Klassik-Blog




Remy Franck
Pizzicato, January 2016

Zwei ganze CDs mit 12 Divertimenti für Violine und Cello von Andrea Zani (1696–1757): ‘Ob das nicht langweilig wird?’, fragte ich mich, ehe ich mir die Musik anhörte. Nun, direkt langweilig wurde es nicht, und das liegt am lebendigen und schwungvollen, in den langsamen Sätzen auch gefühlvollen Spiel von Lena Neudauer und Martin Rummel. Aber ein bisschen monoton ist dieser ständige Wechsel von schnell zu langsam und wieder zu schnell auf die Dauer schon. Dann versuchte ich etwas Anderes: ich programmierte die schnellen, eigentlich wenig einfallsreichen Sätze weg, und hörte an einem Stück die Largos, Adagios und Andantes. Und das war richtig schön. Statt einer Langstreckenläufer-Musik, eine knappe halbe Stunde, in der die beiden Solisten mit viel Ausdruckskraft und Kantabilität wohlige Gefühlsklänge verbreiten. © 2016 Pizzicato





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