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Remy Franck
Pizzicato, December 2017

Walter Braunfels (1882–1954) zählt zu den Komponisten, deren Musik von den Nationalsozialisten als ‘entartet’ bezeichnet wurde. Und nach dem Zweiten Weltkrieg wollte auch niemand mehr etwas von seiner Musik wissen. Erst nach und nach wird Braunfels entdeckt.

Die 5. Veröffentlichung der Capriccio-Braunfels-Edition bringt eine Reihe sehr interessanter Kompositionen zu Gehör.

Die ‘Carneval’-Ouvertüre war des Komponisten erster Erfolg. Sie erklingt hier in einer dramaturgisch gut aufbereiteten Interpretation.

Nach den enttäuschenden Interpretationen der beiden Hölderlin-Gesänge ‘An die Parzen’ und ‘Der Tod fürs Vaterland’ durch Michael Volle bei Oehms Classics, zeigt Paul-Armin Edelmann mit seiner schlanken, weit gestreckten und wohl artikulierenden Stimme, was wirklich in diesen beiden Orchesterliedern steckt und was expressiv herauszuholen ist.

Die halbstündige ‘Schottische Fantasie’ bietet interessante Dialoge zwischen Orchester, Orchestersolisten und der Solobratsche. Allerdings fehlt es Barbara Buntrocks Spiel an Präsenz, und der Bratschenklang kommt nicht besonders gut zur Wirkung. Das opulente ‘Präludium und Fuge’ op. 36 beendet das Programm, das von einem exzellent disponierten Orchester unter der umsichtigen und alle Kraft aus der Musik herausholenden Stabführung Gregor Bühls aufgeführt wird. © 2017 Pizzicato





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