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Christoph Vratz
STEREO, February 2017

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Dr. Ingobert Waltenberger
Online Merker, November 2016

Die Interpretation der fünf Beethovenschen Klavierkonzerte durch Stefan Vladar war auf Tonträger ja bereits bei NAXOS mit der Capella Istropolitana unter Barry Wordsworth ein Reisser. Jetzt legt der Wiener Künstler in Personalunion als Solist und musikalischer Leiter des Wiener Kammerorchesters, dessen spiritus rector er seit dem Jahr 2008 ist, eine Studioaufnahme sämtlicher Beethoven-Konzerte nach. Zu den berühmten und vielgespielten Klavierkonzerten gesellen sich das Tripelkonzert op. 56 mit Isabelle van Keulen und Julian Stecker als Partner sowie das Violinkonzert op. 61 und die Romanzen für Violine & Orchester Nr. 1 & 2 mit Isabelle Keulen auf der Geige.

Als Ergebnis liegen nun nicht nur höchst moderne Aufnahmen auf dem Letztstand der Studiotechnik, sondern künstlerisch lichte, transparente und individuell akzentuierte Einspielungen vor, deren Interpretation eher aus einer Mozartschen Zukunftsperspektive als aus romantischen Klangvorstellungen her inspiriert zu sein scheint. Zu hören sind durchwegs strukturell klare, dynamisch belebte bis stürmische Konzerte, deren (langer) Atem vom Solisten ausgeht. Von der Orchesterkultur und den inneren Proportionen her geht es ganz und gar wienerisch zu. Stefan Vladar verfügt ähnlich wie Clara Haskil über einen weichen perlenden Anschlag, farbenreich, schwebend und dennoch akkurat zupackend, wenn es die Partitur verlangt. Eher ein Aristokrat als ein Tastentiger auf seinem Instrument, sind Vladars Interpretationen stets elegant fließend, und bei aller Brillanz voll von federnden Rhythmen und Freude am spielerischen Experiment. Stefan Vladar als Pianist legt damit eine der ansprechendsten Studioeinspielungen der Beethovenschen Klavierkonzerte überhaupt vor.

Isabelle Keulen als Partnerin auf der Violine beherrscht den konversierenden Ton ebenso wie das lyrische Aussingen. Der unverwechselbare Klang ihrer Geige ist im Tripelkonzert Garant einer originären Neudeutung dieser Musik. Man höre nur etwa das zündende Rondo alla Polacca dieses Op. 56, das den Hörer mit Tempo, Energie und enormen Drive in seinen Bann zieht. Julian Steckel ist dabei ein leidenschaftlicher und verlässlicher Partner auf dem Cello.

Für die solide Box mit Referenzcharakter spricht auch der günstige Preis, der vier CDs zum Gegenwert einer einzigen zugänglich macht. Das ist sehr viel Musik für wenig Geld. © 2016 Online Merker





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