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Album Reviews



 
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Markus Thiel
Preis der deutschen Schallplattenkritik (German Record Critics’ Award), May 2017

Was für ein Missverständnis: als ob der italienische Verismo etwa zu tun hätte mit Entäußerung, Stimmbandraubbau oder aufgedrängter Emotion! Krassimira Stoyanova beweist das Gegenteil in ihrem Recital, sorgsam sekundiert vom Münchner Rundfunkorchester unter Pavel Baleff. Gerade weil ihr Sopran im Lyrischen wurzelt und gerade weil sie sich dank ihrer hervorragenden Technik nicht ins Hyperdramatische flüchten muss, findet die Stoyanova zu einer nach innen gerichteten, stilsicheren Expressivität. Ob bei Puccini, Mascagni oder Catalani, jede Rolle erhält ein eigenes Vokalporträt, das aus dem Verlauf der musikalischen Phrase erfühlt und aus der Reflexion des Textes entwickelt ist. Mit diesem Album setzt sich Krassimira Stoyanova klar von aktuellen Fachkolleginnen ab. © 2017 Preis der deutschen Schallplattenkritik (German Record Critics’ Award)




Remy Franck
Pizzicato, December 2016

Seit Maria Callas hat keine Sängerin mir in einem Programm wie diesem Gänsehaut-Erlebnisse beschert, außer jetzt Krassimira Stoyanova. Nach der artifiziellen Verismo-CD mit Anna Netrebko , die wie billiges China-Fabrikat anmutete, kommt Krassimira Stoyanova nun mit der Wahrheit: Ihre CD ‘Verismo’ bei Orfeo genießt zwar nicht die weltweite PR wie jene ihrer Kollegin, aber sie erhält bei uns einen Supersonic.

Krassimira Stoyanovas strahlende Sopranstimme ist wie geschaffen für dieses Repertoire, dessen Figuren sie voll ausleben kann. Für jede Rolle findet sie die richtige Charakterisierung, hat die richtigen Farben parat und taucht vollkommen in die Rolle ein, sie ergreift Besitz davon, sie verkörpert die Figuren hundertprozentig und mit aller ihr zur Verfügung stehenden Leidenschaft.

Dabei ist ihr gestalterisches Talent so stilvoll und sicher, dass die emotionale Seite vollauf richtig und geschmackvoll zum Ausdruck kommt. Nur so kann sie dem Opernfreund über den vokalen Genuss hinaus das intensive Erleben der Musik bescheren, zu dem Netrekbos Imitate nicht taugen.

Über all dem sollen die rein vokaltechnischen Leistungen der 1962 geborenen bulgarischen Sopranistin nicht verschwiegen werden. Atem und Vibrato sind immer noch sehr gut kontrolliert, die Verbindung der Register ist makellos, und trotz einiger Schärfen gibt es immer noch sehr viel Wärme, sehr viel Wohlklang, wunderbar weit gespannte Legatobögen und eine perfekte Intonation.

Ein faszinierendes Programm, hinreißend gesungen, und man sollte wirklich das Orchester und den Dirigenten nicht vergessen, die für die Sängerin bestmögliche Partner sind. © 2016 Pizzicato





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