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Album Reviews



 
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Silke Meier-Künzel
www.klassik.com, October 2018

Diese Erscheinung bei ORFEO ist zu empfehlen, auch wenn man meint, schon alles von Nina Stemme zu kennen. Auf so engem Raum diverse Rollen, diverse Partner und die Stimme durch zehn Jahre hindurch zu hören, lohnt in jedem Fall. © 2018 www.klassik.com



Andreas Falentin
Concerti, January 2018

Seit einigen Jahren gilt die schwedische Sopranistin Nina Stemme in der Opernszene als die herausragende Sängerin im sogenannten hochdramatischen Fach. Die vorliegende CD mit live an der Wiener Staatsoper mitgeschnittenen Szenen aus Wagner-Opern bestätigt diese Einschätzung vollauf. Stemme hat nicht nur das traumverlorene Glühen für die „Holländer“-Senta, die Innigkeit für Sieglinde, die Hoffnungsseligkeit mit dunklem Kern für die „Siegfried“-Brünnhilde und die erst wild wogende, dann fast metaphysisch sublimierte Leidenschaft für die Isolde. Sie singt diese Partien auch scheinbar mühelos, mit wirklicher musikalischer Gestaltung, wiedererkennbarem, herb-klarem Timbre und grandios fokussierter Höhe. Wesentlicher Partner bei diesen Aufnahmen ist das brillante Orchester der Wiener Staatsoper, besonders im „Holländer“ unter Seiji Ozawa, dem damaligen Chefdirigenten des Hauses. © 2018 Concerti



Manuel Brug
Oper!, January 2018

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Daniel Hauser
Opera Lounge, November 2017

Mit Nina Stemme setzt Orfeo seine Reihe Wiener Staatsoper Live (C 937 171 B) in Sachen Wagner fort. Diesmal steht die schwedische Sopranistin, geboren 1963 in Stockholm, allein im Mittelpunkt. Ein wenig arg hoch gegriffen erscheint der Vergleich mit ihrer berühmten Landsfrau Birgit Nilsson, einer der fraglos größten Wagner-Sängerinnen des 20. Jahrhunderts, zumal sich die Stimmen nicht wirklich ähneln. Die stählerne Durchschlagkraft der Nilsson besitzt Stemme mitnichten. Dafür klingt sie nahbarer, menschlicher. Dies kommt ihr gerade in der Rolle der Senta im Fliegenden Holländer entgegen, der mit zwei Auszügen vertreten ist: „Johohoe! Traft ihr das Schiff im Meere an“ sowie „Wirst du des Vaters Wahl nicht schelten?“ Es handelt sich um den Mitschnitt vom Debüt Stemmes an der Staatsoper (5. Dezember 2003). Aus der Walküre (Aufnahme vom 2. Dezember 2007) wurde eine Szene aus dem Ende des zweiten Aufzugs beigefügt („Raste nun hier, gönne dir Ruh!“), nachdem Orfeo den—wie eingangs berichtet—kompletten ersten Akt bereits gesondert veröffentlichte. Auch die Sieglinde ist der Stemme wie auf den Leib geschnitten. Ihre opulente Stimme betont besonders die aristokratische Würde der Figur. Dramatisch ja, auch wenn man hier wiederum nicht die Nilsson bemühen sollte. Dafür droht Nina Stemme ihre jeweiligen männlichen Sängerkollegen nicht an die Wand zu singen, was bei der Nilsson zuweilen für unfreiwillige Komik sorgte (man denke an den armen Fischer-Dieskau in der Tosca). Die Brünnhilde im schwierigen letzten Akt des Siegfried (27. April 2008) bewältigt Stemme ebenfalls souverän. Diese Schlussszene nimmt mit gleich vier Tracks den Schwerpunkt dieser CD ein (eine gute halbe Stunde). Sie kann insbesondere in den lyrischeren Momenten ihre Trümpfe ausspielen („Heil dir, Sonne! Heil dir, Licht!“). Hervorzuheben ist ihre heutzutage leider nicht mehr selbstverständliche gute Textverständlichkeit. Großartig das Schlussduett mit Stephen Gould. Nina Stemme lässt der Figur während ihres relativ kurzen Auftritts eine kontinuierliche Entwicklung angedeihen, wobei das Selbstbewusstsein ihrer Brünnhilde stetig zunimmt bis zum dramatischen Höhepunkt am Ende. Kaum weniger exaltiert ist ihre Isolde aus einem Mitschnitt vom 13. Juni 2013. Besonders der Liebestod muss hervorgehoben werden. Hier kann sie neben den besten Interpretinnen bestehen. Ein klein wenig fühle ich mich an den dunklen Tonfall der ebenfalls in Stockholm geborenen Astrid Varnay erinnert. Das mit stark erotischem Touch gehauchte „Lust“ ganz zuletzt hat dann tatsächlich etwas von Birgit Nilsson in der berühmten Bayreuther Aufnahme unter Karl Böhm 1966. Für die mehr als gediegene orchestrale Begleitung sorgen mit Seiji Ozawa und Franz Welser-Möst die jeweiligen Musikchefs des Ersten Hauses am Ring. © 2017 Opera Lounge





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