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Album Reviews



 
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Manuel Brug
Preis der deutschen Schallplattenkritik (German Record Critics’ Award), November 2014

Arnold Schönbergs so schweres wie lohnendes Opern-Oratorium „Moses und Aron“ ist immer auch ein Bekenntniswerk für die Interpreten. Mit dem welterfahrenen Franz Grundheber als rhythmischem Sprecher Moses, dem prägnanten Tenor Andreas Conrad als Aron, dem sinnlich-vibrierenden, zugleich präzisen Sylvain Cambreling am Pult und der EuropaChorAkademie sind hier allererste Könner versammelt. Aber nicht zuletzt durch die Mitwirkung des großartigen SWR Sinfonieorchesters Baden-Baden und Freiburg wird hier die nonchalante Klangkompetenz in komplexer Musik der Moderne erhellend hörbar, die, ab 2016, durch die mutwillige und unsinnige Fusionsentscheidung einiger Rundfunk-Funktionäre verloren gehen soll. © 2014 Preis der deutschen Schallplattenkritik (German Record Critics’ Award)




Alain Steffen
Pizzicato, July 2014

Zu den schwierigsten und komplexesten Opern des 20 Jahrhunderts gehört ohne Zweifel Arnold Schönbergs Torso ‘Moses und Aron’. Dies ist kein Werk, das man einfach ‘nur so’ hört, sondern man muss sich schon ernsthaft mit dieser religiös-philosophischen Auseinandersetzung beschäftigen.

Die Oper steht und fällt mit den Darstellern der beiden Hauptpartien und natürlich auch mit der Konzeption des Dirigenten. Es ist umso erstaunlicher, dass dieses wenig publikumsträchtige Werk in so vielen hervorragenden Einspielungen vorliegt. Natürlich sind es Dirigenten der Moderne, Rosbaud, Scherchen, Gielen oder Boulez, die ‘Moses und Aron’ aufgenommen haben (Sir Georg Solti bleibt die Ausnahme). Daher verwundert es niemanden, dass sich nun Sylvain Cambreling dieses gewaltigen Opern-Torsos annimmt.

So kammermusikalisch und fein, so transparent und aufgehellt hat man diese Oper kaum gehört. Cambreling, unterstützt von dem wunderbaren SWR Sinfonieorchester und einer makellosen Surround-Aufnahmetechnik, die sich ganz in den Dienst der Musik stellt, lässt uns diese Oper quasi neu hören. Dem Dirigenten gelingt das Kunststück, Schönbergs Noten sehr melodisch und fließend zu gestalten, was wiederum dem Sänger des Aron sehr entgegenkommt. Ich kenne keinen Aron-Interpreten auf CD, der mich mehr überzeugt als Andreas Conrad. Mit seinem lyrischen, leicht geführten und technisch makellosen Tenor ist er stimmlich ein wunderbarer Gegenpart zum Darsteller des Moses. Franz Grundheber, sicherlich nicht mehr der Jüngste, überzeugt mit all seiner Erfahrung und gestalterischen Intelligenz. Die Stimme ist noch immer ohne wesentliche Makel, und so kann der Sänger die sehr schwierige Rolle des Moses bis ins kleinste Detail ausleuchten.

Wir haben es also hier mit absolut fantastischen Einspielung zu tun, die Dank des perfekten Surround-Klangs Referenzcharakter bekommt. Darüber hinaus macht sie dem des Werks noch unkundigen Hörer den Einstieg leichter als alle anderen Einspielungen. © 2014 Pizzicato





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