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ouverture - Das Klassik-Blog, January 2016

János Starker (1924 bis 2013) gilt als einer der besten Cellisten des 20. Jahrhunderts. In seinem Spiel vereint er exzellente Technik, einen ebenso noblen wie kraftvollen Klang und Konzentration auf das Wesentliche, die musikalische Struktur, die er stets als Zentrum seiner Interpretationen angesehen hat. Starker war dabei ein überraschend penibler Arbeiter—so hat er beispielsweise Bachs Cello-Solosuiten fünfmal für die Schall-platte eingespielt.

Zuzana Růžičková, geboren 1927, war eine grandiose Cembalistin. Ihre Laufbahn hat sie sich hart erkämpft, denn anstatt zum Studium bei Wanda Landowska nach Paris zu gehen, wurde sie 1942 mit ihren Eltern und Großeltern in Theresienstadt interniert. Dort gelang es Gideon Klein, sie zu unterrichten. Doch statt einer Musikhochschule waren ihre nächsten Stationen Auschwitz und Bergen-Belsen. Nach der Befreiung kehrte Růžičková gemeinsam mit ihrer Mutter in die Heimat zurück; mit großer Disziplin und in jahrelanger beharrlicher Arbeit erlangte die Musikerin ihre manuellen Fertigkeiten zurück. 1951 musizierte sie erstmals öffentlich als Cembalistin.

Růžičková gründete 1962 gemeinsam mit Václav Neumann die Prager Kammersolisten. Sie spielte mehr als hundert Schallplatten ein, und schätzte „Alte“ und zeitgenössische Musik gleichermaßen. Sie wirkte auch sehr erfolgreich als Musikpädagogin, wurde aber erst 1990 zur Professorin ernannt. Ihre Aufnahmen zeugen davon, dass sie—ähnlich wie Starker—größten Wert darauf legte, Strukturen hörbar zu machen. In diesem wichtigen Punkt waren sich die beiden Musiker einig. Das zeigt eindrucks- voll auch ein Mitschnitt ihres gemeinsamen Konzertes 1971 bei den Schwetzinger Festspielen.

In diesem Konzert, das vom SWR aufgezeichnet wurde, haben die beiden Musiker gemeinsam zwei Gambensonaten von Johann Sebastian Bach vorgetragen. Ergänzt wurde das Programm durch jeweils ein Solo-Stück—Starker wählte die Violoncello-Suite Nr. 5 in c-Moll BWV 1011, Růžičková die Chromatische Fantasie und Fuge für Cembalo BWV 903. Ein Tondo- kument von historischem Rang, das nun digital überarbeitet bei Hänssler Classic erschienen ist. © 2016 ouverture - Das Klassik-Blog





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