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ouverture - Das Klassik-Blog, November 2016

Musik, die von zwei Schülern Chopins komponiert wurde, ist auf dieser CD zu hören: Der vielfach ausgezeichnete Pianist Hubert Rutkowski spielt Werke von Thomas Dyke Acland Tellefsen (1823 bis 1874) und Carl Filtsch (1830 bis 1845). Begleitet wird er dabei vom Polnischen Radio-Sinfonieorchester unter Ɓukasz Borowicz.

Thomas Tellefsen stammte aus Trondheim; 1842 verließ er Norwegen, um in Paris Musik zu studieren. 1844 wurde er Chopins Schüler; nach dem Tode des Meisters 1847 übernahm er eines Teil seines Unterrichtes und galt bald als ein exzellenter Klavierlehrer. Auch als Pianist war Tellefsen sehr erfolgreich. Er komponierte 44 Werke; auf dieser CD ist das erste seiner beiden Klavierkonzerte zu hören. Sie sind um 1850 entstanden und orientieren sich am Vorbild Fields und Chopins.

Carl Filtsch war ein Wunderkind. Der Sohn eines Pfarrers aus Sieben- bürgen kam im Alter von sieben Jahren zur weiteren Ausbildung nach Wien, wo er bald bei Hofe eingeführt wurde, und mit dem gleichaltrigen Kronprinzen Franz Joseph spielte und musizierte. Als Elfjähriger debütierte er im Wiener Musikverein; ein Jahr später wurde er in Paris der Lieblingsschüler Chopins. Liszt unterrichtete ihn ebenfalls, vertretungsweise, und er soll über Filtsch gesagt haben: „Wenn dieser Kleine reisen wird, kann ich meine Bude zusperren.“ Die Kritiker feierten den jungen Virtuosen. Er reiste—aber nicht lange. Wenige Tage vor seinem 15. Ge- burtstag starb Carl Filtsch in Venedig an Tuberkulose.

Der junge Musiker hat erstaunlich viele Werke komponiert, aber nur zwei für Klavier und Orchester—eine Ouvertüre und ein Concert-Stück. Es ist kraftvolle, jugendlich zupackende Musik, wie diese Aufnahme zeigt. Rutkowski sind einmal mehr Entdeckungen gelungen; sehr hörenswert. © 2016 ouverture - Das Klassik-Blog



Ernst Hoffmann
Piano News, January 2013

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Volker Tarnow
Concerti

Der Pianist Hubert Rutkowski hat ein erfreuliches Faible für vergessene und verkannte Komponisten. So spielte er Klavierwerke des Chopin-Freundes Julian Fontana ein und des kaum noch als Polen wahrgenommenen Teodor Leschetizky. Rutkowskis aktuelle Aufnahme bietet das chopineske Konzertstück des 15jährig verstorbenen Wunderknaben Carl Filtsch sowie den nicht mehr ganz so unbekannten Chopin-Schüler Thomas Tellefsen. Wer meint, der große Pole habe zu wenig Klavierkonzerte geschrieben, kann sich mit dem Gattungsbeitrag des kleinen Norwegers aus den Jahren 1847/48 ganz gut trösten. Rutkowski präsentiert die niemals ins Salonhafte abrutschenden Lyrismen ohne unnötige Rubati und die heftigen Ausbrüche mit geradezu atemraubend kantigem Anschlag. Auch der Dirigentenstab in in besten Händen, nämlich denen des unaufhaltsam aufstrebenden, jungen Borowicz. Eine gelungene Zusammenarbeit, die hoffentlich fortgesetzt wird. © Concerti





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