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Johan van Veen
Toccata Magazine, January 2015

Das Trio Settecento, bestehend aus Rachel Barton Pine (Violine), John Mark Rozendaal (Gambe) und David Schrader (Cembalo, Orgel), hat auch Musik von Locke in ihr Programm genommen. Es wird hier die Entwicklung englischer Instrumentalmusik während des 17. Jahrhunderts nachgezeichnet. Das älteste Stück ist von William Byrd, das jüngste von Henry Purcell. Dazwischen erklingen Tobias Hume, John Jenkins, William Lawes, Locke, Christopher Simpson und Thomas Baltzar. Letzterer ist besonders interessant, weil er deutscher Abstammung war und die englische Musikliebhaber mit seinem Geigenspiel ins Staunen versetzte. Man kannte die Geige schon: am Hofe Heinrichs VIII. wurde sie im Consort gespielt, und auch Jenkins und andere Komponisten schrieben für die Violine im Ensemble. Aber Baltzar spielte Doppelgriffe, und das war etwas ganz Neues. Es ist durchaus möglich, dass er auch eine andere Art von Geige spielte als man gewoht war. Rachel Barton Pine entschloss sich, das gesamte Programm auf einer Renaissancegeige zu spielen, was in ein doch ganz anderes Klangbild mündet. Damit stellt diese Aufnahme eine wirkliche Alternative zu schon existierenden Darbietungen dar. Es ist aber fraglich, ob auch die Musik von Purcell auf so einer Geige gespielt werden soll. Wäre da eine Barockgeige nicht mehr angebracht? Wie dem auch sei, diese CD ist auf jeden Fall höchst interessant, und da das Trio Settecento diese Musik mit viel Elan vorträgt, ist sie jedem Interessierten nachdrücklich zu empfehlen. © 2015 Toccata Magazine





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