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ouverture - Das Klassik-Blog, June 2017

Man ist nie zu alt, um Neues zu wagen! Dieser Satz gilt insbesondere für den Pianisten Menahem Pressler. 1955 war er Gründungsmitglied des legendären Beaux Art Trios. Nachdem sich dieses Ensemble im Jahre 2008 aufgelöst hat, orientierte er noch einmal ganz neu. 2014 beispielsweise musizierte er erstmals mit den Berliner Philharmonikern – da war er 90 Jahre alt.

Und auch neues Repertoire erarbeitet sich der Musiker nach wie vor. So hat Pressler, heute 94, im Jahre 2014 zum ersten Male das Klavierquintett von Johannes Brahms in f-Moll op. 34 gespielt. Partner des Pianisten war dabei das Pacifica Quartet aus den USA. Dieses Ensemble, gegründet 1994, mag man nicht mehr wirklich als „jung“ bezeichnen. Es hat bereits etliche Preise in Wettbewerben errungen,

Simin Ganatra und Sibbi Bernhardsson, Violine, Masumi Per Rostad, Viola, und Brandon Vamos, Violoncello, haben zudem Maßstäbe setzende Einspielungen der Streichquartette von Elliot Carter (bei Naxos) und Dmitri Schostakowitsch (bei Cedille) veröffentlicht, wofür sie mit internationalen Schallplattenpreisen ausgezeichnet wurden.

Umso besser ist es für das Ensemble, wenn es nun durch die generationen- übergreifende Zusammenarbeit mit Menahem Pressler, dem mutmaßlich ältesten aktiven Konzertpianisten der Welt, einmal mehr international auf sich aufmerksam machen kann. Und das ist nicht nur eine Marketing-Idee: Wer mit hohen Erwartungen an diese Aufnahme herangeht, der wird dann auch nicht enttäuscht. Zu erleben ist hier ein famoses Ensemblespiel – wohldurchdacht, aber nicht kopflastig, ausgewogen und perfekt aus- balanciert, aber niemals langweilig, und durchaus temperamentvoll, aber an keiner Stelle hektisch. Die CD wird komplettiert durch das Streichquar- tett Nr. 1 a-moll op. 41 Nr. 1 von Robert Schumann. © 2017 ouverture - Das Klassik-Blog




Remy Franck
Pizzicato, June 2017

Das Klavierquintett von Johannes Brahms wird in dieser Aufnahme vom 1994 gegründeten ‘Pacifica Quartet’ sowie Altmeister Menahem Pressler gespielt, der zum Zeitpunkt der Aufnahme 91 Jahre alt war. Und in diesem Alter spielt man nicht mehr wie ein junger Löwe. Pressler gab wohl die sehr moderaten Tempi vor, denn vom ‘Pacifica Quartet’ hätte man sich ein etwas dynamischeres Musizieren erwartet. Doch dem Pianisten fehlt es bei langsameren Tempi durchaus nicht an Kraft. Er hat sogar viel zu sagen in dieser hoch eloquenten Darbietung und macht so manches Detail hörbar, das sonst untergeht. Es ist der Dialog zwischen den Streichern und dem Pianisten, der diese Aufnahme interessant werden lässt, selbst für den, der ein etwas drängenderes Spiel vorzieht.

In Schumanns Quartett Nr. 1 spielt das ‘Pacifica Quartet’ hörbar freier, und die Interpretation ist leidenschaftlich, aufgewühlt und doch immer irgendwie zerbrechlich. Sehr intensiv erklingen die schnellen Ecksätze, herzzerreißend fließen die langsamen Stücke. Am Ende aber lässt die Aufnahme unsere Erinnerung an die Referenzeinspielung mit dem Zehetmair Quartett nicht verblassen. © 2017 Pizzicato





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