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Remy Franck
Pizzicato, May 2017

Die klassische Musik Kazakhstans ist volksmusikgetränkt und entsprechend farbig. Es dominieren die tänzerischen Elemente, und emotionaler Tiefgang ist kein besonders wichtiges Merkmal. In der Zeit der russisch-sowjetischen Besetzung übten die Russen einen großen Einfluss aus, und die Musik wurde entsprechend angepasst. Das gilt für die beiden Streichquartette van Zhubanova Gaziza (1927–1993), während Arman Zhaiym (*1983) sich freier zu bewegen scheint, das traditionelle Element unverblümt verwendet und dabei insgesamt zu einer tiefgründigeren Musiksprache findet, die an Shostakovich erinnert. Mit seiner erhabenen Größe und seinem verinnerlichten Lyrismus ist dieses Quartett ein wirkliches Juwel. Zhaiyms Quartett ist zweifellos das bedeutendste, weil nachhaltigste dieses Programms. Warum gerade die Biographie dieses Komponisten in keiner westlichen Sprache abgedruckt wurde, ist wohl das unverständliche Geheimnis des Verlegers. Auch frage ich mich, ob die Satzbezeichnungen im Booklet bei Zhaiyms Quartett stimmen, denn die Musik des 3. Satzes, so wie sie hier erklingt, hat wenig von einem Adagio assai.

Die drei Quartette werden umrahmt von kleineren folkloristisch gefärbten Kompositionen, die für Streichquartett arrangiert wurden.

Das interpretatorische Niveau ist hervorragend. Das 1988 gegründete ‘Kazakh State String Quartet’, ‘ gewann nicht ohne Grund zahlreiche Preise bei internationalen Wettbewerben. Es wurde auch zum besten Ensemble der ‘Escuela Superior de Musica Reina Sofia’ in Madrid gewählt.

Die technisch herausragend guten Musiker spielen sehr engagiert, mit höchstem Einfühlungsvermögen, rassiger Eleganz und grandioser Innenspannung, von der Kohärenz des Ganzen nicht zu reden. © 2017 Pizzicato





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