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Remy Franck
Pizzicato, March 2012

Wenn heutzutage ein Tenor halbwegs ordentlich singt, gibt es bereits Leute, die jubeln. Ich bleibe lieber bei den Tatsachen.

Tatsache ist, dass Spyres eine passable Tenorstimme hat. Tatsache ist auch, dass er in einigen lyrischen Arien dieses Programms durchaus überzeugen kann, so in ‘Je crois entendre encore’ aus den ‘Pêcheurs de perles’… ‘Una furtiva lagrima’ aus ‘L’Elisir d’Amore’ und ‘Pourquoi me reveiller’ aus ‘Werther’. Aber selbst hier ist die Stimme nicht immer so lyrisch und legatorein, wie man es sich erwartet hätte. Näselnde oder leicht säuerliche Töne bleiben während des ganzen Recitals nicht aus.

Spyres hat eine leichte Tenorstimme, die sich für das Belcanto-Fach eignet, ohne auch nur im Entferntesten an die Qualität der Stimme eines Juan Diego Flórez heranzukommen. Das zeigt schon die gefährliche Arie aus der ‘Fille du régiment’, wo er die Höhe zwar bewältigt, aber genau wie später bei Rossini, es an Leichtigkeit fehlen lässt. Anderes (Mozart, Lehar, Cilea) gelingt ihm besser. Hin und wieder beeindruckt eine sehr kräftige, bruchlos erreichte Tiefe. Insgesamt aber fehlen der metallische Schmelz und das wirkliche Strahlen der Stimme. © 2012 Pizzicato







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