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Album Reviews



 
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Rolf Fath
Opera Lounge, March 2018

Nanu! Ist das Simone Kermes? Die wilde, rote Lockenmasse würde stimmen. Es handelt sich allerdings um Laura Claycomb. Die Koloratursopranistin aus Texas ist schon gut zehn Jahre länger im Geschäft als ihre Kollegin Barton und machte als Giulietta, Gilda, Lucia, Zerbinetta und Cleopatra Karriere. Diesmal öffnet sie ihr Herz ihrem Gitarristen Marc Teicholz und nahm ein Programm mit Liedern für Sopran und Gitarre auf (Open your heart)—nicht alles Originalkompositionen wie die beiden Villa-Lobos-Lieder Modinha und Aria aus den Bachianas Brasileiras, die vier französischen Lieder des Kodály-Schülers Mátyás Seiber und sechs des ursprünglich für Tenor geschriebenen Zyklus Anon in Love von William Walton—sondern wie Debussy, Blitzstein und de Fallas Siete canciones Bearbeitungen. Open your heart ist sowohl der Titel eines Lieds von Marc Blitzstein wie der Aufnahme (Delos 3483), „not just to love, but to the possibilities the world has to offer in live and friendship“. Claycomb singt mit Geschmack und Stilsicherheit, hat Temperament und Elan, etwa im abschließenden bolerohaften Ouvre ton coeur von Bizet, verfügt in den de Falla-Liedern über ein rauchiges Timbre, das sich in den witzig- charmanten und manchmal drollig-naiven Liedern von Seiber nach volkstümlichen Gedichten glücklicherweise verliert. Dennoch zeigt die Stimme, die Aufnahme stammt bereits aus dem Jahr 2006, trotz aller zarten Schönheit, etwa in der Aria von Villa-Lobos, bereits eine fragile Angegriffenheit, die in den Walton-Bearbeitungen von Gedichten aus dem 16. und 17. Jahrhundert wie weggewischt ist; im elisabethanischen Duktus dieser Lieder kann Teicholz sein Gitarrenspiel besonders zur Geltung bringen. © 2018 Opera Lounge



Remy Franck
Pizzicato, December 2015

Stimme und Gitarre sind ein natürliches Duo, und das machen sich die herausragende amerikanische Sopranistin Laura Claycomb und der Gitarrist Marc Teicholz in einem Programm zunutze, das sich größtenteils sehr gut eignet und aus der Zusammensetzung heraus wunderbare Stimmungen entwickelt. Das ist etwa in Debussys ‘Mandoline’, in de Fallas ‘Siete Canciones populares espanolas’ und in einigen Stücken von Villa-Lobos der Fall, die einen großen Teil des Programms ausmachen. Was Laura Claycomb mit ihrer Stimme machen kann, wie sie sie einfärben und nuancieren kann, wie sie sie eloquent werden lässt, um ein Maximum an Seele hineinzulegen, zeigt sich absolut hinreißend in der Kantilene der Aria aus den ‘Bachianas Brasileiras’ (Delos DE3483). © 2015 Pizzicato





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