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Album Reviews



 
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Benjamin K├╝nzel
www.klassik.com, March 2017

Das Album ‘Allegro io son’ ist das, was es im Titel ankündigt: eine gute Stunde beglückender Musik mit einem versierten und persönlichkeitsstarken Künstler. © 2017 www.klassik.com



Ingrid Wanja
Opera Lounge, December 2016

Vor allem mit Rossini in der Opernwelt bekannt geworden, wovon auch eine entsprechende CD zeugt, hat sich Lawrence Brownlee längst sowohl auf der Bühne wie im Aufnahmestudio dem Belcanto zugewandt und bei Delos eine CD mit vielen Arien von Donizetti und zwei Ausschnitten aus Bellinis Puritani aufgenommen: „Allegro son Io“. Es beginnt mit der Tenorarie aus der weniger bekannten Farsa Rita, in der der farbige Amerikaner eine hübsche Melancholie im Adagio mit einem schelmischen Lachen vor allem im sich wiederholenden Tra la la vereint. Die solide Technik des Sängers zeigt sich in den sicheren Intervallsprüngen und der leichten Emission der Stimme. Eine seiner besonderen Stärken, die sich in weiteren Tracks noch besonders dokumentieren wird, ist die bombensichere Höhe, die hier sanfter verklingen könnte, um perfekt zu sein. Die Arie aus der Favorite zeigt das gute Legato, den feinen Tonansatz, die helle Stimme wäre auch bei Rossini noch gut aufgehoben. In der Serenade des Ernesto aus Don Pasquale ist die Extremhöhe sehr gut in den Gesamtzusammenhang eingebettet, die Stimme klingt belcantoangemessen geschmeidig, es könnte vielleicht etwas mehr Agogik eingesetzt werden. Die Arie aus dem ersten Akt nimmt perfekt den Klang des begleitenden Soloinstruments auf und wetteifert mit ihm, der Tenor weiß raffiniert zu phrasieren und schließt mit einer Superfermate auf einer Superhöhe. Dass diese seine große Stärke ist, zeigt auch die Arie aus Dom Sebastien, wo deutlich auf die beiden hohen Töne hingesteuert wird. Jeweils zwei Arien gibt es aus dem Elisir und der Fille. „Quanto è bella“ könnte mehr vom Text ausdrücken, erscheint etwas unterinterpretiert, die „Furtiva lagrima“ zeigt einen schönen Aufschwung auf „Cielo“ und ein feines Tongespinst auf „Si può morir“. Eine virile Mittellage und ein unerhörter Squillo zeichnen Tonios „Pour me rapprocher“ aus, allerdings wird hier der Spitzenton einen Deut zu spät abgebrochen, als dass er mühelos erscheinen könnte. Die bekannte Bravourarie bietet dem Tenor noch einmal die Möglichkeit, seine wirklich stupende Höhensicherheit vorzustellen.

Als Arturo aus den Puritani kann Brownlee weitgespannte Bögen singen, einen canto eligiaco genauso sicher vorführen wie eine ekstatische Superhöhe. Nicht mehr und nicht weniger als sichere Begleiter sind Constantine Orbelian und das Kansas City Symphony Orchestra. Die Elvira wird von Victorija Miskunaite mit wehmütigem Ton bedacht. Dem Tenor dürfte im neuen Repertoire ein ähnlich schöner Erfolg beschieden sein wie zuvor mit Rossini (CD Delos DE 3515). © 2016 Opera Lounge




Remy Franck
Pizzicato, October 2016

Der amerikanische Tenor Lawrence Brownlee legt nach seiner erfolgreichen Rossini-Platte eine Belcanto-CD mit 2 Arien von Bellini und neun von Gaetano Donizetti vor und begeistert einmal mit einem stilvollen und technisch herausragenden Gesang.

Das Stimmtimbre ist angenehm, leicht kernig im oberen Bereich, weicher im Mezzavoce-Gesang. Seine Spitzentöne—und es gibt ihrer viele hier—sind sicher und klingen weitgehend unangestrengt, auch in den ausgedehntesten Melodielinien. Diese stabile und über alle Register hinweg ausgeglichene Vokalführung wird durch ein gutes Atemmanagement ermöglicht.

Neben dem Technischen beeindrucken auch Brownlees darstellerische Fähigkeiten. Er nutzt ein weitgespanntes Ausdruckpotenzial zur sicheren Charakterisierung der Figuren und der Handlung, was ihm besonders gut gelingt, wenn ein leicht verhangenes Singen angesagt ist.

Wer sich ein Recital mit einem der besten Belcanto-Tenöre unserer Zeit anhören will, ist gut beraten, sich diese Delos-CD anzuschaffen. © 2016 Pizzicato





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