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Album Reviews



 
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KultKomplott, January 2017

Neben seinen vielen anderen Aufgaben in Leipzig war Johann Sebastian Bach auch der begehrteste Klavierlehrer der Stadt. Um sich als solcher standesgemäß zu präsentieren, schrieb er 1725 als sogenannte „Klavierübung“ die Sechs Partiten (= Suiten) BWV 825–830. Nach seinen Englischen und Französischen Suiten bedeuteten die Partiten die Krönung der Gattung—„die genialsten Klaviersuiten, die jemals komponiert wurden“, so der Pianist Walter Georgii. Im Charakter sind die 40 Suitensätze sehr verschieden: Kurzweilig variieren sie zwischen perlender Anmut, packender Rhythmik, fruchtiger Melodie und komplexem Kontrapunkt. Der in Frankreich ausgebildete Amerikaner Jory Vinikour, einer der führenden Cembalisten der Gegenwart, hat diese Meisterwerke 2014 komplett neu eingespielt. Dass seine Aufnahme so mitreißend lebendig und unwiderstehlich klingt, liegt auch an seinem wunderbaren Instrument aus der Werkstatt Wolf sowie an der Tontechnik im Studio von Sono Luminus. (Werkstatt und Studio sind beide in Virginia zu Hause, unweit von Washington.) Vor allem aber liegt es an Vinikours ungekünstelter, strömender Spielweise, die das Ohr überzeugt, ohne es überreden zu wollen. Dieser Cembalist lässt die Melodielinien ganz natürlich schweben und die Bassrhythmen mit Nachdruck pochen. Die Musik flattert und fließt, tänzelt und tanzt, auch wenn die Mehrstimmigkeit massiver wird. Zu Bachs Zeiten war der Erfolg der Partiten übrigens begrenzt—wegen der spieltechnischen Schwierigkeiten. Bei Jory Vinikour vergisst man sie. © 2017 KultKomplott



Oliver Fraenzke
The New Listener, December 2016

Auf einem zweimanualigen Cembalo spielt Jory Vinikour den gesamten gut zweieinhalbstündigen Zyklus. Es gibt nur sehr wenige Gestaltungsmöglichkeiten auf diesem gezupften Saiteninstrument, und es fehlt dennoch nichts, den großformatigen Werken zu vollem Glanz zu verhelfen. Vinikour spielt klar und verständlich, lässt die Hörer durch seine Tempowahl die Tanzsätze gut mitverfolgen. Durch strahlende Schlichtheit und Ungekünsteltheit brilliert dieser Cembalist! Lediglich manche kurzen Tempoverzögerungen geraten etwas unorganisch und vorhersehbar gleichförmig, was den ansonsten kontinuierlichen Fluss kurzzeitig stocken lässt. Die spärlichen dynamischen Möglichkeiten nutzt Jory Vinikour bis an die Grenzen aus und kann so durchaus Kontraste schaffen und sogar innerhalb der Tänze Auflösungen ans Licht holen, die auf Cembali üblicherweise in Gleichförmigkeit untergehen. © 2016 The New Listener





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