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Album Reviews



 
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Ludolf Baucke
Armenisch-Deutsche Korrespondenz, February 2015

Der 1923 in Tiflis geborene und 1986 in Jerewan gestorbene Eduard Abramian war Komponist und Pianist zugleich. Während seiner Lehrtätigkeit am Jerewaner Konservatorium reiste er häufig in entlegene Regionen des Landes und lernte eine Fülle heimischer Volksmusik kennen. Vieles davon ist in die Musik eingeflossen, vor allem in die zwischen 1952 und 1972 komponierten 24 Préludes. Im Gegensatz zu Zyklen anderer Komponisten folgen Abramians Préludes keinem festen Tonartenplan und wechseln noch nicht einmal stetig zwischen Dur und Moll. Der gestalterischen Freiheit bekommt diese Eigenart sehr gut. Mal tönt ein Volkstanz (Nr. 3), mal ein Wiegenlied (Nr. 4). Mikael Ayrapetyan spielt die Charakterstücke einfühlsam und zeichnet Abramians differenzierte Vorstellungen von Durtonarten prägnant aus. Da klingen C-Dur im ersten Prélude ganz versonnen und D-Dur (Nr. 7) wider Erwarten elegisch. © 2015 Armenisch-Deutsche Korrespondenz




Christoph Vratz
Concerti, December 2014

Mikael Ayrapetyan entdeckt die Musik seines armenischen Landsmanns Eduard Abramian. In der Ersteinspielung von dessen an Chopin angelehnten Sammlung mit 24 Préludes aus dem Jahr 1958 zeigt er, dass es durchaus lohnen kann, diese Musik für sich zu entdecken. Spätromantische, volksmusikalische und zaghaft moderne Elemente bilden hier einen stellenweise sehr individuellen Stilmix, der nur selten epigonal wirkt. Ayrapetyan deutet diese Werke auf entschlossene, handwerklich solide Weise. Eine konzentrierte Leistung, ohne zu überwältigen. Die Reibungen, Lieblichkeiten, Forschheiten hätte man sich noch konsequenter vorstellen können. Der in Moskau ausgebildete Pianist besitzt eine genaue Witterung für ausgefallene Stimmungen, er besitzt auch die nötige Sorgfalt für die kleinen, mitunter traurigen Noten, doch dass diese Musik durchaus einen Zauber besitzt, vermittelt er ohne selbst zu zaubern. © 2014 Concerti





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