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Album Reviews



 

MOSOLOV, A.: Piano Works (Complete)


Grand Piano GP703-04

   Concerti, July 2016
   Piano News, May 2016

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Andreas Falentin
Concerti, July 2016

Der 1973 verstorbene Alexander Mosolov ist eines der „One-Hit-Wonder“ der klassischen Musik. Seine grell-expressionistische „Eisengießerei“ ist auf den weltweiten Orchesterspielplänen immer wieder präsent, ansonsten ist er nahezu vergessen. Zumindest seine hier erstmals komplett eingespielte Klaviermusik lohnt die Begegnung. Das Spektrum reicht, exemplarisch zu hören in der zweiten Sonate, von Scriabins losgelösten Exotismen und Prokofjews Ausritten in die Postmoderne bis hin zu prähistorischen Jazz-Phrasen und Vorahnungen von Minimal Patterns oder der bewegten Statik eines Cage oder Feldman. Der jungen Pianistin Olga Andryushchenko gelingt es beispielhaft, manchmal vielleicht sogar eine Spur zu kontrolliert, die zahllosen Übergänge und Stimmungswechsel fließend zu modellieren, ohne den sperrigen Charakter und die Strukturen überspülende Ausdruckswut der Stücke infrage zu stellen. © 2016 Concerti



Ernst Hoffmann
Piano News, May 2016

Die Klaviermusik des russischen Komponisten Alexander Mossolow ist schon recht eigenwillig. Vor allem die herb-düstere, zuweilen sogar radikal wirkende erste Klaviersonate op. 3 aus dem Jahr 1924 erinnert auffällig an Mossolows Hauptwerk, die programmatische Maschinenmusik “Eisengießerei” mit ihrer martialischen Wiedergabe eines industriellen Alltags. Die einsätzig angelegte Klaviersonate klingt ungemein gestisch, was die großartige Mossolow-Interpretin Olga Andryushenko in ihrer Aufnahme vom Februar 2015 eindrucksvoll wiedergibt. Es ist keineswegs leicht, die hohe, nahzu ungebrochene Aggressivität des Satzes durchzuhalten. Voller spontaner Brüche, in vielen Bereichen auch gezeichnet von langen motorischen Passagen sind auch die Drei kleinen Stücke op. 23a aus dem Jahr 1927. Adryushenko gestaltet mit einem Höchstmaß an dynamischem Kontrast und extrem fantasievoller, freier Agogik. Das ominpräsent Düstere dieser Musik findet ebenso Raum wie das exzessiv Expressionstische. Ja, in Mossolows Musik gibt es eine Menge Neues zu entdecken. Die Zwei Tänze op. 23b aus dem Jahr 1927 sind weniger Tänze als widersprüchliche Miniaturen voller Kontraste. Das Zarte findet neben dem Brutalen und Lauten bei Andryushenko ebenso Raum wie das Rhapsodische und Konstruktivistische. Endlich hat sich einmal ein Pianist an die Gesamteinspielung gewagt und mit den fünf Klaviersonaten, aber auch den “Turkmenischen Nächten” einen pianistischen Schatz gehoben. © 2016 Piano News





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