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Bernd Hoppe
Opera Lounge, October 2018

Bei Opus Arte: Alice zum Zweiten: Christopher Weeldons zweiaktiges Ballett Alice’s Adventures in Wonderland nach Lewis Carrolls berühmtem Buch gehört zu den Erfolgsstücken des Royal Ballet London und wurde bereits in der Besetzung der Weltpremiere 2011 für die DVD dokumentiert (OA 1045 D). Nun gibt Opus Arte überraschend den Mitschnitt einer Aufführungsserie vom September/Oktober 2017 als DVD heraus (OA 1269 D). Das erstaunt, weil die Besetzung in mehreren Hauptrollen von jener der Uraufführung nicht abweicht. Wieder bezaubert Lauren Cuthbertson mit poetischer Aura in der Titelrolle. Auch sechs Jahre nach der Uraufführung absolviert sie die hohen technischen Anforderungen der Partie mühelos. Den Gärtnerjungen Jack, der später zum Herzbuben wird, tanzt Federico Bonelli mit jungenhaftem Charme. Alices Mutter, die sich später zur urkomischen Königin der Herzen wandelt, ist Laura Morera. In der Parodie von Auroras Rosen-Adagio brilliert sie mit hinreißend komödiantischen Effekten. Sicher nicht zu ersetzen ist Steven McRae als Zauberer und Hutmacher, der nach der Weltpremiere auch hier zum Einsatz kommt und steppend für ein Kabinettstück sorgt.

Erneut faszinieren die phantastische Ausstattung von Bob Crowley und die stilistisch vielfältige Komposition von Joby Talbot mit ihrem Walzerschwung, den minimalistischen Effekten, Cluster-Rhythmen, Orientalismen, Tschaikowsky-Zitaten und lyrischem Melos. Es dirigiert nun Koen Kessels und bringt mit dem Orchestra of the Royal Opera House alle Facetten der Musik effektvoll zur Wirkung. © 2018 Opera Lounge





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