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Manuelo Ribeiro
Pizzicato, November 2014

Die Themen der Ouvertüre zu ‘L‘Italiana in Algeri’ sind weithin bekannt, die ganze Oper jedoch nicht. Dem Libretto von Angelo Anelli liegt die legendäre Erzählung von Roxelane zugrunde, dem schönen Sklavenmädchen des türkischen Herrschers Süleyman des Prächtigen aus dem 16. Jahrhundert, sowie möglicherweise auch einige zeitnahe reale Ereignisse, so der Fall der jungen Mailänderin Antonietta Suini, die 1805 von algerischen Piraten entführt worden war.

Anlässlich der Zweihundertjahrfeier des Werkes bei den Festspielen in Rossinis Heimatstadt Pesaro, entschied der italienische Regisseur Davide Livermore, die Komödie in einem visuellen Konzept des Films und der Comics der 1960er Jahre umzusetzen.

Die Atmosphäre entspricht der von Blake Edwards-Filmen oder der Austin Powers-Filmreihe. Lindoro als Superagent, Mustafà als der Böse, umrahmt von einer ganzen Truppe von treuen Helfern…

Die Sänger sind in guter Form. Die Mezzosopranistin Anna Goryachova, die Isabella, ist perfekt, sängerisch klangreich, interpretatorisch während der ganzen Produktion auf hohem Niveau. Auch Alex Esposito ist stimmlich ganz auf der Höhe, trotz anstrengender, quasi athletischer Anforderungen des Regisseurs auf der Bühne.
Rossini war ein Mann des Theaters und verstand nicht nur die adäquate Vertonung zu liefern, sondern auch die vielen Details, die eine Komödie zum Erfolg macht: Humor in der Geschichte, aber auch in der Musik. Fazit: Diese gewagte ‘Italiana in Algeri’ ist sehr erfrischend, jedoch nichts für Puristen. Bild und Ton sind ausgezeichnet. © 2014 Pizzicato





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