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Remy Franck
Pizzicato, September 2015

Zusammen mit einem ihrer Lehrer, dem Geiger Boris Garlitsky, spielen vier Stipendiaten der Villa Musica Rheinland-Pfalz Quintette von Dvořák und Brahms. Das ist eine fest zusammengeschweißte Truppe, technisch wie musikalisch makellos. Bei aller Geschlossenheit werden die einzelnen Parts dennoch genauestens verwirklicht.

Dvořák schrieb sein Quintett op. 97 in Amerika, während der Sommerferien in Spillville im Staat Iowa. Die Musik widerspiegelt das unbeschwerte, heitere Leben auf dem Lande. Auf dieser CD wird sie feinfühlig und mit großer Frische gespielt, mitunter sogar mit einem leicht aufgerauten Ton. Durch das Impetuose geht dennoch das Volkstümlich-böhmische bzw. Indianische der Musik nicht verloren. Besonders gelungen finde ich den spannungsvollen Einstieg ins Quintett und auch das Larghetto, in dem die Mischung aus Lyrismus, unterschwellig hineinklingender Folklore und Formtradition in einer Weise expressiv wird, die nie überspannt, sondern sehr natürlich wirkt.

Ganz anders steht es um das G-Dur-Quintett von Johannes Brahms. Der 57-jährige sah damit nämlich sein kompositorisches Schaffen für abgeschlossen an. Seinem Verleger Simrock schrieb er: « Mit diesem Brief können Sie sich von meiner Musik verabschieden, denn es ist sicherlich Zeit zu gehen. » Das stimmte letztlich nicht, und es sollten nach dem Opus 111 noch 11 weitere Werke folgen, u.a. die Stücke, die er für den Klarinettisten Richard Mühlfeld schrieb.

Nun ist das Quintett op. 111 zwar von Todesgedanken durchzogen, im Grunde aber keine traurige Musik. Garltitzky und sein junges Team spielen das Werk mit gepflegter Klanglichkeit und schaffen wirkungsvoll Kontraste zwischen zupackend heiteren Passagen und ernsteren Gedanken. © 2015 Pizzicato





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