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D. Zweipfennig
Online Merker, July 2015

Unerschöpflich bleibt der Komponist Felix Mendelssohn-Bartholdy, doch unwillkürlich fragt man sich, schon wieder eine Neueinspielung? Doch spätestens beim Hören der „Symphonien Nr. 4 + 5“ verfliegen die gehegten Einwände, denn Andrés Orozco-Estrada lässt das Tonkünstler-Orchester mit einem Gespür aufspielen, das seinesgleichen sucht.

Der erfahrene „Wiener“ Kolumbianer belässt es nicht bei der überwältigen Brillanz dieses Klangapparates und seiner mitreißenden Energie, die vom ersten Ton an fesselt. Großartig werden Zwischentöne aufgespürt, oberflächliche Effekte gemieden. Jede Symphonie wird regelrecht zum intellektuellen Abenteuer. Vibrierender Esprit, der Mendelssohns Musik in so starkem Maße innewohnt, tritt zutage ganz besonders in der „Vierten“, der „Italienischen“, im besonderen Ausdruck deutscher Mediterran-Sehnsucht. Zu hören ist ein frappierender Überschwang, sorgfältig nachgezeichnet im freien Fluss spontaner Emotionen.

Ausgezeichnet setzt Orozco-Estrada mit dem differenziert aufspielenden Orchester, die spezifische Denkweise der „Reformations-Symphonie“ kongenial in Klang um. Kein Detail wird satztechnisch gering eingeschätzt, jedes noch so kurze Crescendo wird in eine stimmige Gesamtdramaturgie integriert. Somit entstanden Kontraste inmitten der lebendigen Binnenstruktur.

Ein unkonventioneller Ansatz zum neuen Mendelssohn-Verständnis. © 2015 Der Neue Merker





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