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Album Reviews



 
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Remy Franck
Pizzicato, June 2020

Die lange Orchestereinleitung des D-Dur-Konzerts zeigt den Weg: hier wird nicht rasant und fetzig gespielt, wie das Mode geworden ist (und durchaus attraktiv sein kann), denn Michael Hofstetter setzt auf die Wirkung eines detailreichen und farbigen, dynamisch sehr variablen und mit spontanem Akzentuieren angereicherten Musizierens, elegant auch und tänzerisch. Die auf Darmsaiten spielende Cellistin Natalie Clein lässt sich voll auf Hofstetters Musizieren ein und spielt anmutig und beschwingt. Verzierungen, Verschnörkelungen und Akzentuierungen beeinträchtigen den Musikfluss in keinem Moment, und so kann man die beiden Haydn-Konzerte in diesen wirklich schönen Interpretationen genießen.

Abschließend erklingt eine sehr lyrische und berührende Interpretation des Adagio cantabile aus Haydns 13. Symphonie, in dem der Komponist ein elegisches Cellosolo von den Streicher begleiten lässt. © 2020 Pizzicato



Jan Krobot
Online Merker, May 2020

Die britische Cellistin Natalie Clein legt beim Label Oehms eine Scheibe mit den einzigen beiden authentischen Cellokonzerten von Joseph Haydn vor. In dem live an der Styriarte Graz aufgenommenen Konzert begleitet sie das Recreation—Großes Orchester Graz unter Michael Hofstetter.

In dieser Aufnahme spielt Clein das Cello „Simpson“ (1777) Giovanni Battista Guadagnini. Um dem Zuhörer Haydns Klangwelt näherzubringen auf Darmsaiten anstatt auf den sonst von ihr verwendeten Stahlsaiten und sie hat sich auch für einen leichteren Bogen anstatt des Üblichen entschieden. Ganz in der Aufführungspraxis in der Zeit von Haydn, improvisiert Natalie Clein die Kadenzen. So bringt diese Aufnahme zweierlei zu Gehör: Historisches und lebendiger Aufführungspraxis.

Die Anzahl der Hadynschen Cello-Konzerte war lange Zeit umstritten. Nach den Anstrengungen der Forschung und Archiv-Funden in den Jahren 1954 und 1961 sind zwei als authentische Konzerte übrig geblieben: Das Cellokonzert Nr. 1 in C-Dur, HOB. VIIB:1 und das Cellokonzert Nr. 2 in D-Dur, HOB. VIIB:2. Das Cellokonzert Nr. 1 im verschnörkelten Stil der frühen 1760-er Jahre komponierte Haydn für Joseph Weigl, den hervorragenden Cellisten der Eisenstädter Hofkapelle. Das Cellokonzert Nr. 2 entstand für den Bedarf auf Schloss Esterhazy.

Die Aufnahme endet mit dem 2. Satz aus der Sinfonie NR. 13 in D, HOB. I:13. Im Finale erscheint in dieser 1763 entstandenen Sinfonie das Finalthema aus Mozarts Jupiter-Sinfonie als Zitat. Im Adagio cantabile tritt das Cello solistisch hervor.

Das Recreation—Großes Orchester Graz unter Michael Hofstetter musiziert ausgesprochen leidenschaftlich, farbenfroh und energiegeladen, so dass das gleichermassen virtuose wie gefühlvolle Spiel Cleins bestens zur Geltung kommt.

Die CD ist schlicht ein reines Vergnügen!. © 2020 Online Merker





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