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Manuel Ribeiro
Pizzicato, July 2014

2013 wurde der 250. Geburtstag des fast vergessenen Komponisten Simon Mayr gefeiert. Aus diesem Anlass fand im Juni 2013 in Ingolstadt die Aufführung von Mayrs Oper ‘Ginevra di Scozia’ statt, ein Werk, das als wichtige Überleitung zur romantischen italienischen Oper gilt. Mayrs Werke klingen wie Reminiszenzen von Gluck, Mozart oder auch noch Werken von Haydn.

‘Ginevra di Scozia’ geht auf eine schottische Sage aus Orlando furioso von Ludovico Ariosto zurück, die für eine Reihe von Barockopern als Vorlage benutzt wurde. Im Krieg zwischen Schottland und Irland soll der italienische Ritter Ariodante die Schotten zum Sieg führen und dafür Ginevra, die Tochter des Königs, die Ariodante liebt, zur Frau erhalten. Eine Intrige von Polinesso, dem Heereschef, lässt Ariodante glauben, dass Ginevra ihn betrügt. Er stürzt sich aus Verzweiflung in einen Fluss und Ginevra wird zum Tod auf dem Scheiterhaufen verurteilt. Die Intrige wird jedoch aufdeckt. Ariodante taucht lebend wieder auf, besiegt Polinesso und wird vom Volk bejubelt. Ariodante und Ginevra werden ein Paar.

George Petrou, Leitung and Basso Continuo, hat sein Ensemble fest im Griff und gibt mit zupackendem Dirigieren der Musik Leben und Dramatik. Myrto Papatanasiu ist eine überzeugende Ginevra, auch wenn ihre Stimme nicht immer ganz rein klingt und manchmal an ihre technischen Grenzen stößt.

Mario Zeffiri als singt einen etwas nasal klingenden Polinesso. Seine Rezitative sind approximativ, obwohl seine Stimme ein gewisses Charisma hat.

Stimmlich sind Peter Schöne und Anna Bonitatibus brillant und warmherzig. Die Rolle des Ariodante wurde für einen Kastraten geschrieben. Die italienische Mezzosopranistin Anna Bonitatibus bewältigt ihre Hosenrolle souverän und mit großer dramatisch-leidenschaftlicher Ausdruckskraft. © 2014 Pizzicato





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