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Album Reviews



 
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Remy Franck
Pizzicato, March 2011

Die finnische Sopranistin Camilla Nylund hat 2010 in einem Wagner-Konzert in Luxemburg das Publikum begeistert. Mit ihrer großen und dennoch lyrischen Stimme ist sie eine hervorragende Besetzung für die großen Frauenrollen von Wagner und Richard Strauss. Und wenn sie auf einen Dirigenten zählen kann, der ihre Stimme stützt, so ist ein gutes Resultat garantiert. Das Recital bei Ondine, Richard Wagner und Richard Strauss gewidmet, bringt Plus- aber auch Minuspunkte.

Die geschmeidige und schön timbrierte Stimme Camilla Nylunds beeindruckt in den Rollen der Elsa und der Elisabeth. ‘Einsam in trüben Tagen’ (darin gibt es direkt magische Momente im Orchester), ‘Dich teure Halle’ und Elisabeths Gebet sind von sehr hoher Qualität. In Sieglindes Erzählung fehlt es mir etwas an innerer Erregung. Das Stück wird sorgfältig gesungen, aber diese Sieglinde ist müde. Und für Isoldes Liebestod hat die Sängerin noch nicht die nötige Reife. Ihr Gesang ist hier einfach zu distant.

Bei Richard Strauss trifft sie die Charaktere wiederum sehr gut. Ihre Arabella, ihre Ariadne und ihre Daphne sind darstellerisch und stilistisch exzellent. Salomes Schlussgesang ist voller Spannung und dramatischer Kraft. Ihr strahlend leuchtender Sopran ist phänomenal in dieser Rolle. Bei ihr ist die Salome jung, kein blutrünstiges Monster, sondern eine Psychopathin, die ihre Obsession zum Ausdruck einer Geistesstörung macht. Die Wärme der Stimme ergibt eine packende Diskrepanz zwischen Klang und Tat, die zum aufregend dargestellten, konsumierten Genuss des letzten Kusses führt. Hannu Lintu Ist auch hier ein kongenialer Partner der Sängerin, und sein Orchester beeindruckt mit grandiosem Strauss-Klang.





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