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Album Reviews



 
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Reinmar Wagner
Musik & Theater, July 2015

Wieso sollte man Klavierstücke, zumal höchst pianistisch gedachte, für Geige und Klavier arrangieren? Weil man erweiterte Ausdrucksnuancen einbringen kann, scheint Benjamin Schmid zu sagen: Mit der auch am Jazz geübten Artikulation findet Schmid in den von Schostakowitsch enthusiastisch begrüssten Arrangements seiner Preludes durch den Freund Dmitri Tsyganov passende geigerische Artikulationen und Klangfarben, melodische Feinheiten und Freiheiten oder rhythmische Finessen, zwischen Salon, Cabaret und Swing. Schön, wie er auch dann nicht in den grossen romantischen Geigenton fällt, wenn die Musik das erlauben würde, sondern auch da klangfarblich subtil und wach bleibt. Lieber pflegt er die neckische, quirlige auch mal abgründig leise und verschattete Attitüde oder den sarkastischen Witz. Seine Klavierpartnerin Lisa Smirnova prägt und unterstützt diese Gangart ebenso stark. Prokofjews ostinate Rhythmen wirken dann etwas schematischer in dieser Besetzung, auch das überraschend, denn die «Visions fugitives» müssten den Nuancenkünstlern ebenso entgegenkommen. Sprechend wie Lied-Bearbeitungen klingen dann die Stücke aus der «Dreigroschenoper» von Kurt Weill. Da funktioniert sie wieder bestens, die Attitüde des Geigers, der im Stil eines Chansonsängers oder Jazzgeigers mit allen seinen Möglichkeiten, die er virtuos und stilsicher einsetzt, in diese Welthits eintaucht. © 2015 Musik & Theater




Remy Franck
Pizzicato, May 2015

Ein recht ungewöhnliches, aber durch und durch spannendes Programm spielen der Geiger Benjamin Schmid und die Pianistin Lisa Smirnova auf einer CD von Ondine: Dargeboten werden nur Bearbeitungen: Zunächst gibt es 14 der 19 Präludien, die Dmitri Tsyganov aus Dmitri Shostakovichs Op.34 arrangierte. Die Interpretationen haben viel narrative Kraft und werden mit kommunikativer Spannung gespielt. Prokofievs Klavierstücke ‘Visions fugitives’ gibt es in einer brillanten Bearbeitung von Viktor Derevianko, die die beiden Musiker effektvoll und mit unbändigem Spieltrieb zu größter Wirkung bringen.

Stefan Frenkels Transkriptionen aus der viel bearbeiteten ‘Dreigroschenoper’-Musik von Kurt Weill beschließen das Programm, und hier gibt sich Benjamin Schmid so kreativ auf seiner Geige, dass die wohl sehr wach mitspielende Lisa Smirnova unweigerlich in den Hintergrund gerät. Das liegt aber mehr an unseren Ohren, die sich fasziniert auf Schmid konzentrieren, als am Klavier, denn die Tontechnik hat für ein herausragend gutes Klangbild gesorgt, das optimal ausbalanciert ist und das Klavier nicht mulmig hinter die Geige positioniert, wie das so bei Geige-Klavier-Aufnahmen der Fall ist. © 2015 Pizzicato





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