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Peter Cossé
Klassik heute, December 2015

Ich darf vorausschicken: im Fall der Debussy-Préludes rangieren für mich nach wie vor die drei äußerst unterschiedlichen Version mit Benedetti Michelangeli, Friedrich Gulda und Zoltán Kocis an erster Stelle—knapp gefolgt (wenn man mir eine solch sportliche Reihenfolge erlaubt) von den älteren Einspielungen mit Walter Gieseking, wobei natürlich eine entscheidende Rolle spielt, dass ich Gieseking nicht mehr im Konzertsaal, also musikalisch leibhaft erlebt habe. Unter diese prägenden Erscheinung der Debussy-Interpretation gesellt sich, nein: wagt sich die finnische Pianistin Marit Viitasalo, von der im Begleitheft der etwas körnig, also klanglich wenig einschmeichelnd aufgenommen Debussy-Aufnahmen verraten wird, das sie eine der am häufigsten konzertierenden finnischen Pianisten ist—die Herren also eingeschlossen. Ich habe sie live konzertierend noch nicht erlebt, es bleibt mir also festzustellen, dass ihr Debussy-Beginnen von ordentlicher Rücksicht auf alle vorgegebenen Themen und die damit in Zusammenhang stehenden technischen Aufgabenstellungen gekennzeichnet ist. Aber der musikalische, der gleichsam studio-konzertante Vortrag profitiert davon nur, wenn man—wie schon angedeutet—die klanglich wie vom Anschlag her feinnervigen, in jeder Phase persönlich pointierten Einspielungen nicht in Erinnerung hat.

Mit gutem rezensentischem Gewissen vermag man noch am ehesten ihrem Gespür für die vier Sätze der Suite bergamasque folgen, deren tänzerischen und mondandächtigen Wechselfällen Marita Viitasalo atmosphärisch und von den Bewegungen her ein klare, im Leisen wie im Geschwinden resolute Wirklichkeit sichert. © 2015 Klassik heute





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