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Album Reviews



 
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Preis der deutschen Schallplattenkritik (German Record Critics’ Award), February 2019

Magnus Lindberg schreibt eine hochkomplexe Musik, die bei größer besetzten Werken zudem mit eleganter Orchestrierung fasziniert. Im fünfsätzigen „Tempus Fugit“ wechseln in rascher Folge die Klangcharaktere, was Hannu Lintu mit den vielgeforderten Solisten seines Orchesters hervorragend analysiert. Noch mehr muss Widmungsträger Frank Peter Zimmermann als Solist im Violinkonzert geben. Quasi im perpetuummobilen Dauereinsatz meistert er auch in höchsten Lagen abgezirkelte Melodik, er interagiert perfekt mit dem Orchester. Nicht zuletzt überzeugt die vorzügliche Klangqualitat dieser im Helsinki Music Centre entstandenen Aufnahme. (Für die Jury: Lothar Brandt) © 2019 Preis der deutschen Schallplattenkritik (German Record Critics’ Award)



Hans Dieter Grunefeld
Hifi&Records, January 2019

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Burkhard Schafer
Musik & Theater, January 2019

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Dirk Wieschollek
Fono Forum, December 2018

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Eckhard Weber
Concerti, November 2018

In seiner Jugend hat er mit Kollegen als junger Wilder die Gruppe „Ohren auf!“ gegründet und die Musikszene seiner Heimat Finnland aufgemischt. Heute, mit sechzig, ist er ein Darling der Orchester weltweit, weil er virtuos und suggestiv mit Instrumentalfarben umgehen und gewaltige Energieströme entfalten kann. Magnus Lindbergs Orchesterwerk „Tempus fugit“, als Auftrag zur Hundertjahrfeier der Unabhängigkeit Finnlands 2017 uraufgeführt, präsentiert schillernde, glutvolle Harmonien, Musik mit kräftigem Pinselstrich und intensivem spektralen Strahlen. Typisch für Lindberg, der hier seine kreativen Muskeln spielen lässt. Hannu Lintu und das Finnish Radio Symphony Orchestra nehmen die Herausforderung an und loten den Klangraum tief aus, mit der nötigen Spannkraft, ohne es an Prägnanz im Detail fehlen zu lassen. Dergleichen bei Lindbergs zweitem Violinkonzert mit seinen entschiedenen, hochfahrenden Gesten. Solist Frank Peter Zimmermann brilliert mit ausdrucksstarken, ja beseelten Einsätzen. Die Kollegen aus Finnland verwachsen mit ihm zu einer organisch wirkenden Einheit. © 2018 Concerti




Guido Fischer
Rondo, November 2018

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Alain Steffen
Pizzicato, October 2018

Wenn es einen zeitgenössischen Komponisten gibt, dessen Musik ich wie die von Mozart und Beethoven hören kann, dann ist es Magnus Lindberg. Der finnische Komponist ist ein Meister der Orchesterbehandlung und schreibt eine Musik, die quasi aus dem Bauch heraus kommt, die komplex ist, aber immer so komponiert ist, dass sie den Hörer mitreißt.

Wenn ich auch ‘Tempus Fugit’ jetzt nicht unbedingt als Lindbergs bestes Werk ansehe, so besitzt es musikalische Ausdruckskraft und zieht den Hörer in jedem Moment in seinen Bann. Mit seinen 33 Minuten ist es jedoch etwas zu lang geraten, ganz im Gegensatz zu Lindbergs 2. Violinkonzert, das mit seinen drei Sätzen sehr ausgewogen ist, obwohl der Finalsatz nur halb so lange dauert wie der 1. resp. der 2. Satz mit ihren jeweils 10 Minuten. Frank Peter Zimmermann ist ein exzellenter Solist, der alle Schattierungen dieses Konzerts auszuloten vermag und insbesondere dem Mittelsatz wunderbare Klänge zu entlocken versteht. Nach Jukka-Pekka Saraste und vor allem Sakari Oramo scheint nun Hannu Lintu die Ondine-Einspielungen der Lindberg-Werke mit dem fantastischen ‘Finnischen Radio Symphonieorchester weiterzuführen. Im Gegensatz zu dem immer sehr dynamischen Oramo bleibt Lintu eher strukturbetont und finnisch-kühl. Was der Musik überhaupt nicht schadet. Im Gegenteil, durch Lintus klares Dirigat wird dem Hörer Lindbergs Modernität und Komponierkunst noch deutlicher vor Augen geführt. © 2018 Pizzicato



CLASS: aktuell, October 2018

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Hartmut Lück
Klassik heute, September 2018

Magnus Lindberg, finnischer Komponist des Jahrgangs 1958, siedelt seine Musik zwar deutlich im avantgardistischen „Main Stream“ an, doch dringt immer wieder ein letztlich romantischer Impetus durch, eine „Erzählweise“, die seine kontrastreichen Klänge in die gleichsam dramatische Tradition romantischen und frühmodernen Komponierens stellt. Das trifft sogleich für das exaltiert beginnende Tempus fugit zu, auch wenn sich das Stück im weiteren Verlauf durchaus auch ruhigeren und fast gesanglicheren Gefilden annähert. Noch deutlicher wird der Traditionsbezug im 2. Violinkonzert, dessen Gestik und Entwicklung bewährte Strukturelemente weiterführt—was ja auch nicht schlecht ist, wenn dabei ein originelles und spannendes Stück entsteht. Die beiden Werke eignen sich auch gut für die Erkenntnis, dass zwischen Tradition und Moderne fließende, in sich logische Übergänge vorherrschen. Kein Wunder, dass ein so in Klassik und Romantik bewährter Solist wie der Geiger Frank Peter Zimmermann an diesem Stil Gefallen fand.

In den Gattungen des Solokonzerts wie auch dier freien Orchesterfantasie wirken immer wieder bekannte Formmodelle nach, auch wenn die Komponisten sich bemühen, genau das zu vermeiden. Wahrscheinlich ist es sowohl ehrlicher wie auch effizienter, diese Ablösung gar nicht erst zu versuchen—ein der Sache selbst innewohnendes „Narrativ“ setzt sich ohnehin durch. In jedem Fall ist dies eine klangsinnliche und hörenswerte Einspielung, die sich leicht erschließt. Empfehlenswert! © 2018 Klassik-heute



Aachener Zeitung, September 2018

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