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Album Reviews



 
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Karsten Bluthgen
Chorzeit – das Vokalmagazin, September 2018

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Matthias Lange
www.klassik.com, July 2018

Sviridovs Musik ist das perfekte Vehikel für den hochpotenten Lettischen Radiochor. Das Ensemble vollbringt unter der Leitung von Sigvards Kļava lyrische Wunder; es sind kraftstrotzende Gesten zu hören, gesungen von prall profilierten Registern. © 2018 www.klassik.com



Rainer W Janka
Klassik heute, June 2018

Selten geschiet es, dass ein Komponist nach ihm einen Stern benannt wird: Dem russischen Komponisten Georgy Sviridov passierte es: 1990 wurde der Asteroid Sviridov nach ihm benannt.

Georgy Sviridov (1915–1998), einst Schüler von Dimitri Schostakowitsch, ist in erster Linie Vokalkomponist mit eingängigen Melodien und gut nachvollziehbaren Strukturen. Am Ende seines Lebens zog es ihn mehr zur religiösen Vokalmusik hin, ließ er sich immer mehr affizieren vom „Mysterium der Eucharistie“—so steht’s im Booklet dieser CD. Die üblichen Musiklexika verschweigen ihn, aber in Russland ist er sehr populär und wurde vom Patriarchen von Moskau zum „nationalen großen Meister“ ernannt. Diese nun auf CD vorliegende Sammlung „Canticles and Prayers“ stammt aus den letzten Lebensjahren des Komponisten. Sie thematisieren unter anderem Weihnachten und die Karwoche und orientieren sich stark am Gesang der russisch-orthodoxen Liturgie.

Der Latvian Radio Choir unter Sigvards Kļava singt betörend schön, mit sehr gut gestützter Stimmgebung und deshalb mit feinster Pianissimo-Kultur, sehr klaren Frauen—und machtvollen Männerstimmen, die Chorakkorde erklingen in reinster Intonation.

The inexpressible miracle (Track 6) beginnt mit mystisch schwebenden Frauenstimmen über sonor summenden Männerstimmen, die sich dann lautstark einschalten, bis alle andächtig in bestätigendem Forte das christliche unsagbare Mirakel bestaunen.

Gleich dreimal erklingt im zweiten Teil, benannt Having beheld a strange nativity, das Slava, das heißt: das Gloria, einmal freudig schnell, einmal mönchisch-mystisch und einmal ruhig anbetend.

Die russische Seele mag sich wohlfühlen in diesen religiösen Chören, die westliche Seele ist beim Hören schnell ermüdet: Allzu ähnlich klingen sie. Aber ein mystisch-erhabenes Klanggefühl vermitteln sie durchaus. © 2018 Klassik heute





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