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Album Reviews



 
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Jan Kampmeier
www.klassik.com, September 2019

Interpretation: 
Klangqualität: 
Repertoirewert: 
Booklet: 

Sigvards Klava und der lettische Radiochor präsentieren eine sehr gelungene Aufnahme mit geistlicher Chormusik von Pjotr Tschaikowskij. © 2019 www.klassik.com



Marcus Stäbler
NDR Kultur (NDR.de), August 2019

Die beiden solistischen Männerstimmen zu Beginn von Tschaikowskys Chrysostomos-Liturgie klingen herrlich, sie wecken hohe Erwartungen an den Sound des ganzen Chores. Und die werden nicht enttäuscht. Der erste Tutti-Einsatz bläst einen förmlich aus dem Stuhl, und das ist nicht das letzte Mal auf der CD. Der Lettische Rundfunkchor beeindruckt mit einer gänsehauttreibenden Strahlkraft. Die ist auf der Tschaikowsky-Aufnahme unter Leitung von Sigvards Klava mehrfach und ausführlich zu genießen.

Das Armida Quartett, 2006 in Berlin gegründet, hat sich nach der gleichnamigen Oper von Joseph Haydn benannt. Doch aktuell steht bei den vier Streichern das Schaffen von Wolfgang Amadeus Mozart im Zentrum. Das Ensemble hat eine Gesamteinspielung aller Streichquartette von Mozart begonnen, basierend auf einer neuen Urtext-Notenausgabe des Henle Verlags. Die zweite Folge der Mozart-Gesamtaufnahme vereint drei Werke aus unterschiedlichen Schaffensphasen und offenbart eine große Sorgfalt für Details in Artikulation und Phrasierung, aber auch den organischen Atem des Armida Quartetts. © 2019 NDR Kultur (NDR.de)



Guido Krawinkel
Klassik heute, July 2019

Die Beschäftigung mit liturgischer Musik der Ostkirche mit ihrer ganz eigentümlichen Mischung aus tiefempfundener Frömmigkeit und pompösem Pathos ist für westliche Ohren trotz des zumeist becircenden Wohlklangs durchaus gewöhnungsbedürftig, aber immer lohnenswert. Die völlige Abwesenheit von Instrumenten in der durch stundenlange Gottesdienste geprägten russisch-orthodoxen Liturgie hat der Chormusik dort eine höchst individuelle und für hiesige Verhältnisse sehr spezielle Ausformung beschert. Der Focus liegt hier weniger darauf, liturgisch angemessenen Musik zu produzieren, sondern, die Atmosphäre, die Emphase und natürlich auch die Feierlichkeit der Liturgie zu verstärken. Im Grunde genommen ist es eine sehr demütige Musik: wichtig ist die Liturgie, die Musik ordnet sich dieser vollkommen unter. Polyphone Passagen etwa sind durchaus etwas Besonderes, zumeist herrscht ein homophoner, blockhafter und hymnischer Tonfall vor.

Typisch für diese Musik ist auch der Wechsel von Tutti-und Solo-Passagen, die von einem kleineren Ensemble übernommen werden. Es finden sich außerdem ungewöhnliche viele Text ausdeutende Details in dieser Musik, die darüber hinaus auch mit einer für die geistliche russische Musik auffallenden Vielfalt an unterschiedlichsten Satztechniken aufwarten kann. Die wahre Kunst steckt hier oft im Detail. Und hier ist der Chor des Lettischen Rundfunks ein wahrer Meister. Man singt nicht nur die Liturgie des hl. Chrysostomos mit dem nötigen hymnischen Pathos und dynamisch wirklich bestechender Flexibilität. Gerade viele Pianissimo-Passagen sind von unglaublicher Zartheit und intonatorisch wie klanglich ungemein delikat. Zu hören sind ferner neun geistliche Chöre, die ebenfalls ein gewichtiger, wenn auch deutlich weniger belichteter Beitrags Tschaikowskys zur orthodoxen Kirchenmusik sind. Nur gelegentlich gibt es einzelne Einsätze, die leicht angestrengt klingen, das bleibt aber eine Ausnahme. Ansonsten macht diese Aufnahme viel Freude. Tschaikowskys liturgische Musik wird hier ebenso würde- wie klangvoll zelebriert, ein klanglicher Festschmaus. © 2019 Klassik heute





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