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Hans-Dieter Grünefeld
Piano News, September 2018

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Hörzu, May 2018

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Sanna Hahn
Klassik heute, April 2018

Quer durch die Musiklandschaft gibt es Stücke, die Müttern gewidmet sind. Egal ob es die Mutter als Fürsorgerin, die symbolische oder oft auch die besorgte Mutter ist, mit dem Begriff werden viele Rollen bezeichnet. Die ganze CD des Anderson & Roe Klavierduos ist diesen vielen Facetten des Mutterbegriffs—und den Müttern des Duos—gewidmet. Greg Anderson und Elizabeth Joy Roe musizieren schon seit ihrer Zeit an der Juilliard School miteinander und sind nicht nur musikalisch ein eingespieltes Team. Beide treiben ihre Solokarrieren voran und veröffentlichten bereits bei der Deutschen Grammophon oder bei Decca CDs mit klassischem Klavierrepertoire. Allerdings sind sie mit ihrem Crossover-Konzept als Duo, wo sie Unterhaltungsmusik mit populärem Klassikrepertoire kombinieren und vor allem digital vermarkten im englischsprachigen Raum erfolgreicher und können sich vom tradierten Kanon absetzen.

Mit eigenen Arrangements, wie dem von Puccinis Summchor oder von Queens Bohemian Rhapsody, erschließen sie sich auch Werke, die weder für Klavierduo komponiert noch von klassisch ausgebildeten Musikern geschrieben wurden. Dabei gehen sie über die simple Übertragung auf das Instrument hinaus und finden für ihre Neuinterpretation auch Zitate aus der Musikgeschichte. Allerdings macht ihre stark romantisch geprägte Klanggestaltung häufig auch vor Kitsch nicht halt. So schmachtend wie manche ihrer Interpretationen, sind auch die Texte im Booklet, die eine kurze Info zu jedem Song liefern sollen. Doch spätestens bei Louis Armstrongs What a wonderful world wird deutlich wie die Begründung für die Aufnahme von Gassenhauern manchmal gesucht wurde. Eine zufriedenstellende Begründung für die Aufnahme des Songs Mrs. Robinson—der Song über die ältere Dame, die einen Schulabsolventen verführt—bleibt das Duo schuldig.

Für die Auswahl der Werke auf „Mother—a musical tribute“ ist das Konzept so großzügig ausgedeutet und die Wahl so deutlich mutter-freundlich, dass die Geschenkidee zum Muttertag (Achtung 13. Mai) dem Hörer fast aufgedrängt wird. Selbst die Mütter der beiden durften sich mit Rachmaninoffs Fantaisie-Tableaux op.5. eine Einspielung wünschen. Und obwohl man seine stärksten Konflikte im Leben womöglich mit der eigenen Mutter austrägt, finden diese Töne hier keinen Platz. Stattdessen bietet uns das Duo bewährtes Repertoire und Hits fürs Mutterherz. Ein Titel wie zum Beispiel Mother’s little helper hätte es wohl nie auf diese Zusammenstellung geschafft. © 2018 Klassik heute





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